Heldengesang vom Zuge gegen die Polowzer, des Fürsten vom sewerischen Nowgorod Igor Swätslawlitsch, geschrieben in altrussischer Sprache gegen das Ende des zwölften Jahrhunderts. In die teutsche Sprache treu übertragen,
Müller, Joseph (Hrsg.)

Heldengesang vom Zuge gegen die Polowzer, des Fürsten vom sewerischen Nowgorod Igor Swätslawlitsch, geschrieben in altrussischer Sprache gegen das Ende des zwölften Jahrhunderts. In die teutsche Sprache treu übertragen,

Prag, Franz Sommer, 1811

mit einer Vorrede und kurzen philologischen und historischen Noten begleitet. Kl. 8°. 3 Bl., 82 S., 1 Bl. Broschur der Zeit mit Marmorpapier. – Igor Swjatoslawitsch (1151-1202), Fürst von Nowgorod, unterlag im Jahre 1185 im Feldzug gegen die Polowzer (Kumanen). Er wurde gefangen, konnte sich aber befreien. Diese Begebenheit liegt dem um 1185 in Kiew entstandenen ältesten altrussichen Heldengedicht „Igorlied“ zugrunde. Es wurde 1795 wieder aufgefunden und erstmals 1800 in Moskau veröffentlicht. Ein erste freie deutsche Übersetzung erschien in Riga 1803. – Der Herausgeber der verbesserten Neuübersetzung, Josef Zacharias Müller (1782 Lausitz – 1844 Glatz), war Pädagoge und Sprachdidaktiker. Er studierte in Halle und Prag und war später Gymnasialprofessor in Braunsberg (Ostpreussen), Conitz (Westpreussen) und zuletzt Direktor in Glatz (Schlesien). Sein Werk über das erst 1795 aufgefundene „Igorlied“ widmete er Franz Anton Grafen von Kolowrat-Liebsteinsky (1778 Prag – 1861 Wien), Geheimen Rath und Kämmerer sowie Oberstburggraf und Präsident des k. k. Landesguberniums zu Prag.

Etwas eselsohrig und stockfleckig.

Art.-Nr.: 7104

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